NBI / F.I.C.E. / i-scan / Zoom- und ChromoendoskopieVor nicht all zu langer Zeit waren Endoskope noch recht einfach aufgebaut. Das Endoskopiebild wurde über Glasfasern direkt in eine Art Okular geleitet in dem der Untersucher (und normalerweise nur der, sieht man von einigermaßen unbefriedigenden Lösungen wie Aufsatzkameras ab) dann das Bild sah. Inzwischen sind Videoendoskopie allgemeiner Standard. Hierbei befindet sich vorne am Gerät ein Videochip der das Bild aufnimmt - die Bildausgabe erfolgt über einen Monitor. Diese Technik bietet viele Vorteile. Die Bildqualität ist deutlich besser, das Assistenzpersonal kann die Untersuchung mit verfolgen und die Befunddokumentation ist erheblich komfortabler. Mit fortschreitender technischer Entwicklung hat mittlerweile der HD-Standard auch in der Endoskopie Einzug gehalten. Alle Anbieter werben mit verschiedenen Bildverbesserungsprogrammen, welche vor allem die Detektion von Adenomen und Frühkarzinomen verbessern soll. Dabei handelt es sich zum einen um spezielle Filter zur z. B. Kantenanhebung oder Kontrastverstärkung. Einige Geräte bieten "Zoom-Funktionen" um kleinere Läsionen genauer zu beurteilen. Beispiel Zoom-Endoskopie, F. Schaulies, Essen Besonders interessant scheint jedoch die Möglichkeit der "optischen Chromoendoskopie" welche unter verschiedenen Bezeichnungen angeboten wird:
Alle Systeme nutzen ein eingeschränktes Lichtspektrum um bessere Erkennbarkeit von pathologischen Veränderungen zu erreichen. Dies kann eine Alternative zur bereits etablierten, jedoch nicht ganz unumstrittenen, herkömmlichen Chromoendoskopie sein. Beispielbefunde NBI-Technik (F. Schaulies, Essen) Chromoendoskopie, NBI-Technik und Zoom können auch miteinander kombiniert werden wie die folgende Bildserie von F. Schaulies, Essen zeigt: Einen interessanten Artikel zur Chromoendoskopie finden Sie auch hier. Egal wie teuer und technisch up-to-date die Einzelkomponenten einer Endoskopieeinheit auch sind: Endergebnis immer abhängig vom schwächsten Glied in der Kette - und das sollte nicht der Untersucher sein ... Ein HD-Anlage mit zu langen Kabeln büßt ihren Vorteil eben so rasch ein wie ein schlecht kalibrierter Monitor dazu führen kann, dass wichtige Befunde übersehen werden - trauen Sie Ihren Augen - das Endokopiebild sollte auf keinen Fall schlechter sein als das Ihres Full-HD-Fernsehers daheim. Diverse Zoom- und Chromoendoskopiebilder von F. Schaulies, EssenDiese Bilder zeigen die Möglichkeiten der Bildverstärkungstechniken in verschiedenen Bereichen: |
|


























